Der internationale Sachsenpokal diente als Qualifikationswettkampf für die diesjährige Europameisterschaft in Luxemburg. Auch die Sportakrobatinnen der Eintracht sind mit dem Ziel, sich für die EM zu qualifizieren, nach Riesa gefahren. Dementsprechend war die Spannung in der Wettkampfhalle deutlich zu spüren.
Das Eintracht-Team bestand aus fünf Formationen. An den Start gingen das Trio Senioren mit Kira, Fiona und Alisée, das Damenpaar Junioren 2 mit Viktoria und Alena, das Trio Junioren 1 mit Finia (SV Mergelstettten), Carla und Leni, das Damenpaar Junioren 1 mit Anna und Lisa und das Damenpaar Age Group mit Vivienne und Lena. Betreut wurden die Athletinnen von den Trainer:innen Celine und Johannes. Schon vom ersten Tag präsentierten sich die Sportakrobatinnen der Eintracht von ihrer besten Seite und platzierten sich in der Qualifikationsphase in den Top-Plätzen.
Starke Gegner, große Namen
Auch im Finale schenkten sich die Teilnehmerinnen nichts und der Kampf um die begehrten Medaillen blieb spannend. Vivienne und Lena hatten es nicht leicht in ihrem Starterfeld. Viele Bundeskaderathlet:innen, internationale Konkurrenz und Favoriten für die Europameisterschaft stellten eine unüberwindbare Hürde dar. Nichtsdestotrotz gaben die beiden ihr Bestes und erreichten den 10. Platz. Im nationalen Vergleich sind sie sogar auf Platz 5. Als besonderer Lichtblick ist Vivienne das erste Mal seit ihrer Verletzung ihre Sprungreihe gesprungen und hat sich durch ihre Blockade gekämpft.
Unsere Sportlerinnen haben gezeigt, dass sie mittlerweile zur nationalen Spitze gehören.
Johannes J. Belovencev, Trainer
Anna und Lisa dominierten mit Bravour ihr Teilnehmerinnenfeld und sicherten sich den unumstrittenen 1. Platz mit 1.500 Punkten Abstand zum 2. Platz und über 6.000 Punkten zum 3. Platz. Der Sprung in die Juniorinnenklasse ist den beiden mit Leichtigkeit gelungen.
„Dieses Wochenende fühlt sich an wie ein Traum. Unsere Sportlerinnen haben nicht nur mit ihrer Leistung überzeugt, sondern haben gezeigt, dass sie mittlerweile zur nationalen Spitze gehören. Darüber hinaus haben unsere Teams führende Gegner:innen aus dem In- und Ausland ins Schwitzen gebracht. Wir sind sehr stolz auf unsere Sportler:innen“, freute sich Trainer Johannes J. Belovencev.
Zweiter Platz für Finia, Carla und Leni
Finia, Carla und Leni lieferten sich einen eisernen Kampf mit dem anderen deutschen Favoriten-Trio aus Hoyerswerda. Nach der Qualifikation lagen die drei knapp mit 0,050 Punkten vor der Konkurrenz aus dem Osten. Im Finale kam es dann zu unglücklichen Ereignissen: Nach einer Bodenrolle blieb Carla mit ihrem Dutt am Boden hängen und dieser lockerte sich. Während der Übung ging der Wettkampfdutt auf und Carla verlor ihr Haarnetz. Das Trio arbeitete souverän weiter und versuchte keine Unsicherheit zu zeigen, trotzdem war die Ablenkung zu groß, sodass sich ein Fehler in der Dynamic-Passage einschlich. So musste das Trio die Führung abgeben und sich letztendlich mit dem 2. Platz zufriedenstellen.
Viktoria und Alena übertrafen alle Erwartungen an diesem Wochenende. Sie präsentierten erstmalig ihr neues Dynamic-Programm mit erhöhter Schwierigkeit. Solide zeigten sie ihren Doppelsalto und ihre Doppelschraube und sicherten sich den 3. Platz. In ihrer Balance-Übung überzeugten sie mit einer Sicherheit und Stabilität und konnten den Abstand zu den anderen Formationen reduzieren. Im Finale steigerten sie sich noch einmal und konnten damit die hessische Konkurrenz aus Baunatal abhängen und sich den 2. Platz knapp hinter Italien sichern.
Debüt beim Sachsenpokal
Kira, Fiona und Alisée hatten am Sachsenpokal ihren ersten richtigen Wettkampf. Dementsprechend war die Neugier der deutschen Sportakrobatikwelt groß. Sowohl in der Balance- als auch in der Dynamic-Übung performten die Drei mit einer unglaublichen Sicherheit und technischen Sauberkeit, sodass sie in der Qualifikation in Führung gingen. Lediglich im Finale unterlagen sie dem deutschen Favoriten-Trio für die Europameisterschaft wegen ihrer Schwierigkeit. Bis zum Ende hin war es ein spannender und erfolgreicher Wettkampf.